Kaplan Matthias Schmitt: Evangelium und Predigt zu Christi Himmelfahrt (21. Mai 2020)


Kaplan Matthias Schmitt: Evangelium und Predigt zu Christi Himmelfahrt (21. Mai 2020)

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 28, 16–20)

In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder, einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

 

In den letzten Wochen wurde viel „gemacht“. In der Wohnung wurde mal so richtig aufgeräumt, ausgemistet und geputzt. Der Balkon und Garten sind ein kleines Paradies geworden. Einiges an Büchern wurde verschlungen. Oder es wurde einfach mal Pause gemacht. Irgendwie muss ich auch immer was „machen“. Und sei es nur eine noch so kleine Kleinigkeit, wie frische Blumen in eine Vase zu stellen. Dann kann ich am Ende des Tages sagen, dass ich was gemacht habe. Und wenn es dann doch Tage gibt, an denen ich so gar nix gemacht habe, dann war der Tag irgendwie vergeudet. Das kann einmal vorkommen, aber trotz allem versuche ich immer was zu machen.

Wir feiern Christi Himmelfahrt, der Tag an dem Jesus vor den Augen der Jünger in den Himmel erhoben wurde. Und bevor das geschieht, gibt er seinen Jünger einen Auftrag „Macht alle Völker (das heißt alle Menschen) zu meinen Jüngern“ – Nicht mehr und nicht weniger. Und zu diesen Menschen zählst auch Du. Es kann sein, dass Du sagst, ja klar, ich in eine Jüngerin oder Jünger, ich glaube ja an Gott und so. Aber es geht für dich noch mehr!

Wenn ich etwas im Haushalt mache, dann mache ich das, weil ich davon etwas haben möchte. Hänge ich ein Bild auf, möchte ich mich an dem Bild erfreuen. Mache ich mir einen Kaffee möchte ich den Kaffee genießen oder auch nur wach werden.

Und wenn ich zu einem Jünger Jesu gemacht bin, was habe ich davon? Ich für mich kann sagen, dass ich dadurch eine Zuversicht und Geborgenheit für mein Leben bekommen habe, die ich mir selbst nicht machen kann. Dass ich so eine Liebe ohne Bedingungen bekomme, die mir kein andere Mensch machen kann. Dass ich einen Zufluchtsort habe, den mir kein Mensch machen kann.

Es geht immer mehr und Jesus macht mit uns immer mehr. Machen wir was draus und machen wir uns auf, damit alle Menschen zu seinen Jüngerinnen und Jünger gemacht werden.