Sankt Laurentius Contwig




Im Jahre 750 erfolgte die mutmaßliche Gründung der Pfarrei durch Mönche des Klosters Hornbach. Die erste urkundliche Erwähnung der Pfarrei Contwig erfolget 1308. Bis zum Bau der heutigen Kirche gab es in Contwig nach Einführung der Reformation kein eigenes Gotteshaus für die katholischen Christen. Die nach der Reformation protestantisch gewordene Kirche wurde 1689 zur Simultankirche erklärt und bis zum Jahr 1905 von Katholiken und Protestanten gemeinsam genutzt. Am 25. Oktober 1903 Grundsteinlegung für die „neue Kirche“. Die in Metz gegossenen drei Glocken wurden am 19. November 1905 im Turm aufgehängt. 14. Mai 1906 feierliche Konsekration der Kirche durch Bischof Dr. Konrad von Busch, Speyer. Erbaut wurde die Kirche nach den Plänen des Architekten Wilhelm Schulte im eugotischen Stil. Handwerker aus Contwig führten die Erd-, Maurer-, Steinhauer-, Zimmermanns- und Gipserarbeiten aus.Sehenswert im Inneren der Kirche ist der Hochaltar, ein Werk des Bildhauers Heinz Schiestl. Er hat die Form eines gotischen Flügelaltars und zeigt in seiner Mitte den heiligen Laurentius, den Kirchenpatron. Aus der Werkstatt von Heinz Schiestl stammen die drei geschnitzten Figuren, die die Brüstung der Kanzel schmücken, deren Grundmaterial roter Sandstein ist, während der Schalldeckel aus Eisen gefertigt ist. Die Orgel der Kirche wurde 1932 von dem Orgelbauunternehmen Gebrüder Späth erbaut. Das Instrument verfügt über 28 Register. 1923 erfolgte der Bau des Schwesternhauses.Da Contwig während des Zweiten Weltkrieges von den schlimmsten Zerstörungen verschont blieb, errichte die Laurentiusgemeinde aus Dankbarkeit eine Lourdesgrotte die am 26. Mai 1946 eingeweiht wurde.

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