Historisches zur Pfarrei


Riedelberg ist ein kleiner, idyllischer Ort, mit etwa 500 Einwohnern. Das Örtchen liegt etwas 350 m über dem Meeresspiegel und grenzt unmittelbar an Frankreich. Im Jahre 1295 wurde das heutige Riedelberg zum ersten Mal unter dem Namen Rudelinsberg in einer Urkunde genannt und gehörte zur Grafschaft Bitsch. Dieser Umstand, dass es zur Grafschaft Bitsch gehörte, ist auch die Ursache dafür, warum es katholisch geblieben ist. In der Zeit in der es hieß „Cujus regio, ejus religio“ („wessen Gebiet, dessen Religion“, im damaligen Sprachgebrauch oft: „wes der Fürst, des der Glaub“), war der Graf von Bitsch dem katholischen Glauben treu geblieben. Wäre Riedelberg während dieser Zeit unter der Herrschaft des Herzogs von Zweibrücken gestanden, wäre es auch protestantisch geworden. Im Jahre 1606 wurde die Herrschaft Bitsch geteilt und Riedelberg kam zur Herrschaft Lichtenberg. So kam es, dass Riedelberg das einzige katholische Dorf in seiner protestantischen Umgebung geblieben ist.

Bis zur französischen Revolution (1789-1799) gehörte Riedelberg kirchlich zur katholischen Pfarrei Walschbronn. Dort wurden auch die in Riedelberg verstorbenen Katholiken beerdigt. Zeitzeugen dafür sind die an der Kirche in Riedelberg und sonst errichteten 5 Lothringer Kreuze. Infolge einer, aus politischen Gründen vorgenommenen Einteilung der Pfarreien, gehört Riedelberg ab 1792 zu Großsteinhausen. Für die Gläubigen war jedoch der Kirchgang von Riedelberg nach Großsteinhausen sehr beschwerlich. Insbesondere im Winter und bei schlechtem Wetter war der, oft mehrmalige Kirchgang in der Woche, mit nicht mehr zumutbaren Strapazen verbunden. Der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus in Riedelberg wurde nicht nur deshalb immer stärker und verbreiteter. Denn die Riedelberger hatten bisher die Pfarreien unterstützt, es aber selber zu keiner eigenen Kirche geschafft.

Im Jahr 1901 wurde in Riedelberg der Kirchenbauverein gegründet und am 31.01.1902 in das Vereinsregister des königlichen Amtsgerichts in Zweibrücken eingetragen.

Aufgrund von Haussammlungen und Mitgliedbeiträgen wurde bis Anfang des ersten Weltkrieges ein erheblicher Reichsmarkbetrag gespart. Wegen des Krieges (1914-1918) musste jedoch der Kirchenbau auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Trotz den folgenden Jahren der Inflation wurde 1930 eine Kirchenstiftung gegründet. Die Kriegsjahre, die Geldentwertung und Evakuierung verhinderten nochmals den Kirchenbau. Am 16. Januar 1949 fand die Generalversammlung des Kirchenbauvereins statt, der es schaffte am 03. August 1952 den Grundstein für die heutige Kirche zu legen. Die Kirchweihe fand am 09.August 1953 statt, in der Bischof Dr. Emanuel die Kirche weite.



     

     



< zurück zur vorherigen Seite